Dranbleiben bei Veränderung – warum Selbstliebe der Schlüssel ist
Kennst du diesen Song „Wenn du wirklich willst“ von den Böhsen Onkelz?
Ein paar Zeilen daraus gehen mir immer wieder durch den Kopf:
Wenn du wirklich willst, versetzt du Berge
Wenn du wirklich willst, werden aus Riesen Zwerge
Wenn du wirklich willst, heilen deine Wunden
Wenn du wirklich willst, lernst du dich zu lieben
Wenn du wirklich willst, gehst du den weglosen Weg
Und weißt du was?
Ich glaube, dieser Song ist weniger eine Kampfansage – sondern eher eine leise Erinnerung.
Daran, dass Veränderung möglich ist. Aber eben nicht immer laut, nicht immer leicht und ganz sicher nicht immer geradlinig.
Der Anfang: zwischen Angst und Übermotivation
Wenn wir anfangen, etwas in unserem Leben zu verändern, passieren meist zwei Dinge – und beide können ganz schön herausfordernd sein.
Variante 1: Du zögerst.
Vielleicht, weil du Angst hast …
- zu scheitern
- es nicht durchzuhalten
- auf etwas verzichten zu müssen
- oder vor den Kommentaren anderer
Also schiebst du es vor dir her. Lieber gar nicht anfangen, als später enttäuscht zu sein, oder?
Variante 2: Du startest voll durch.
Motiviert. Euphorisch. Fast schon übermotiviert.
Am Anfang läuft es richtig gut – und dann … kommt dieses erste Tal.
- Die Energie ist weg
- der Alltag grätscht dazwischen
- alles fühlt sich plötzlich schwer an
Und genau hier passiert oft das Gleiche wie bei Variante 1:
Der Gedanke schleicht sich ein, alles wieder über den Haufen zu werfen.
Der Frust kommt – aber er sagt nicht die Wahrheit
Irgendwann kommt er fast immer:
Dieser Frust. Dieses Gefühl von „Das bringt doch alles nichts“ oder „Ich verzichte hier auf so viel“.
Aber ich sag dir was – und hör da bitte ganz genau hin:
👉 Das ist nicht die Wahrheit.
Das ist nur dieser kleine Teufel der alten Gewohnheit.
Der, der es bequem mag. Der, der keine Veränderungen will.
Und der wird genau dann besonders laut, wenn du auf dem richtigen Weg bist.
Genau hier entscheidet sich alles
Dieser Moment – mitten im Tief – ist entscheidend.
Nicht der Anfang. Nicht die Motivation. Sondern das Dranbleiben, wenn es unangenehm wird.
Was dir dabei helfen kann:
- Erinnere dich an dein Warum.
Warum hast du überhaupt angefangen?
Was war dein Wunsch? Was wolltest du verändern?
Schreib es auf. Häng es dir sichtbar hin. Wirklich sichtbar. - Schau hin statt weg.
Frag dich ehrlich:
Warum ist dieses Tief gerade da?
Was triggert es? Müdigkeit? Überforderung? Zweifel? - Mach es klein. Ganz klein.
Sag dir nicht: „Ich zieh das jetzt für immer durch.“
Sag dir:
👉 Ich mach heute weiter. Morgen schaue ich nochmal.
Und dann wieder heute. Und wieder heute. - Erlaube Anpassungen – aber keine Ausreden.
Manchmal merken wir: So, wie ich es mir vorgenommen habe, passt es nicht zu mir.
Dann darfst du nachjustieren.
Wichtig ist nur, ehrlich zu unterscheiden:
- Ist es wirklich eine Anpassung?
- Oder nur eine schicke Ausrede?
Du musst da nicht alleine durch
Veränderung alleine durchzuziehen ist verdammt anstrengend.
Such dir Unterstützung. Menschen, die dich verstehen. Die dich erinnern, wenn du es selbst gerade nicht kannst.
Und bitte, bitte:
Setz dir Zwischenetappen.
- kleine Schritte
- kleine Erfolge
- kleine Meilensteine
Und dann: Feier sie. Wirklich.
Sei stolz auf dich. Sag dir das auch. Laut.
Am Ende wartet ein Geschenk
Das Ergebnis von Dranbleiben ist kein Zwang, kein Verzicht.
Es ist ein Geschenk an dich selbst.
Mehr Vertrauen.
Mehr Selbstliebe.
Mehr innere Stärke.
Oder, um beim Song zu bleiben:
Vielleicht lernst du nicht sofort zu fliegen.
Aber du lernst, dir selbst die Hand zu reichen – auch auf dem weglosen Weg.
Und noch ein kleiner Hinweis zum Schluss:
Mentaltraining kann dich genau in diesen Tiefphasen unglaublich gut unterstützen.
Nicht, um dich zu pushen.
Sondern um dich zu halten, wenn es wackelt.
Und jetzt sag du mir:
Wo stehst du gerade – am Anfang, mitten im Tief oder kurz davor aufzugeben?
Egal wo: Du bist nicht falsch. Und du bist nicht allein.
Wenn du möchtest, begleite ich dich sehr gerne auf deinem 💚-Weg: hier geht es direkt zur merlewelt