Grau verschneiter Wintertag am zugefrorenen See, Blick durch kahles Geäst, Symbol für Ruhe, Reflexion und Hoffnung trotz schwieriger Zeiten.

Liebe ist meine Rebellion – Warum Hoffnung manchmal mehr Mut braucht als Leiden

*„Ich kann die Angst in Deinen Augen sehen
Und ich kann nicht anders als aufzustehen
Um zu zeigen, dass es anders geht
Dass die Hoffnung lebt.“*
— Frida Gold, „Liebe ist meine Rebellion“

Ich glaube, wir alle kennen diesen Blick.
Den, in dem Müdigkeit wohnt. Angst. Resignation.
Und manchmal auch dieser leise Gedanke: Bitte nicht schon wieder kämpfen müssen.
Daran ist nicht zu beschönigen.
Und Angst kann ich nicht einfach wegreden.
Trotzdem erinnert es daran, dass Aufstehen möglich ist – selbst dann, wenn alles in dir lieber liegen bleiben würde.

Jammern ist erlaubt. Wirklich.

Lass uns eines zuerst klarstellen:
Jammern ist völlig legitim.

Wer leidet, darf klagen.
Wer Schmerzen hat, darf verzweifelt sein.
Wer erschöpft ist, darf sagen: Ich kann nicht mehr.

Das ist kein Zeichen von Schwäche.
Das ist menschlich.

Schwierig wird es erst an einer anderen Stelle:
Wenn Jammern nicht mehr Entlastung ist – sondern ein Zuhause wird.

Warum sich Leiden manchmal sicherer anfühlt als Hoffnung

Fakt ist:

Manchmal ist es einfacher zu leiden, als einen Strohhalm zu greifen.

Leiden kennst du.
Leiden ist berechenbar.

Hoffnung dagegen?
• macht verletzlich
• weckt Erwartungen
• konfrontiert dich mit der Möglichkeit zu scheitern

Und genau deshalb bleiben viele stehen.
Nicht aus Bequemlichkeit.
Nicht aus Ignoranz.
Sondern aus Angst. Aus Unsicherheit. Aus Überforderung.

Eine unbequeme Wahrheit: Medikamente fühlen sich oft leichter an

Und jetzt kommt der Teil, der unbequem ist – aber unbedingt liebevoll gemeint.

Viele Menschen nehmen lieber Medikamente, als sich auf andere Wege einzulassen.
Nicht, weil sie falsch liegen.
Nicht, weil sie versagt haben.

Sondern weil:
• eine Tablette vertraut ist
• sie schnell wirkt
• sie keine innere Arbeit verlangt

Andere Wege verlangen etwas anderes:
• Geduld
• Eigenverantwortung
• die Bereitschaft, Gewohnheiten zu verändern
• den Mut, sich selbst ernst zu nehmen

Das ist anstrengend.
Vor allem dann, wenn man ohnehin schon müde ist.

Keine Garantie – aber eine Erfahrung, die Hoffnung macht

Was ich dabei oft nicht erzähle – und was mir wichtig ist, hier sichtbar zu machen:
Es gab Phasen, in denen ich nicht richtig laufen konnte.

Und Phasen, in denen ich nicht richtig sprechen konnte.
Die Ärzte vermuteten zeitweise einen Schlaganfall.
Es folgten zahlreiche Untersuchungen, inklusive MRT.
Doch es fand sich kein Befund. Keine klare Erklärung.

Auch weil beispielsweise Diagnosen wie CFS beziehungsweise ME/CFS zu diesem Zeitpunkt kaum bekannt war – wenn überhaupt.
Es gab dafür keine Schublade. Kein klares Bild.

Gleichzeitig hatte ich alle klassischen Auswirkungen der Fibromyalgie.
Einschließlich Depressionen, Angstzuständen und einer inneren Erschöpfung, die sich kaum in Worte fassen lässt.
Es ging nicht nur um Schmerzen.
Es ging um das Gefühl, sich selbst zu verlieren.

Ich hatte also keine Garantie für Erfolg.
Ich habe sie mir selbst auch nicht gegeben.

Was ich hatte, war:
• ein starkes Bauchgefühl
• den Wunsch nach Lebensqualität
• und den Gedanken: Wenn es eine Möglichkeit gibt, will ich sie nicht ungenutzt lassen.

Heute lebe ich:
• ohne Schmerzen
• ohne Erschöpfung
• mit normalen Schilddrüsenwerten – ohne Medikamente (Hashimoto)
• schmerzfrei trotz Endometriose

Das ist kein Wunder.
Das ist mein Weg.
Und es ist kein Geheimnis – ich bin ihn mit der Unterstützung von Anthony William gegangen.

Nicht geradlinig.
Nicht immer leicht.
Aber wirksam.

Und vielleicht ist genau das der wichtigste Gedanke

Wenn es für mich möglich war – warum sollte es für dich unmöglich sein?

Diese Ansätze werden nicht nur bei meinen Diagnosen genutzt.
Viele berichten von Veränderungen bei:

• Fatigue-Syndrom und chronischer Erschöpfung
• Haarausfall
• Nierenproblemen
• hormonellen Dysbalancen
• Hautthemen
• Besenreisern
• Verdauungsbeschwerden
• diffusen Schmerzen ohne klare Ursache
Das heißt nicht:
• dass es den einen Weg gibt
• dass Medikamente grundsätzlich falsch sind
• dass alles sofort funktioniert

Aber es heißt:
Es gibt mehr als Stillstand.

Opferhaltung schützt – und begrenzt

Ich sage das nicht hart.
Ich sage es mit Mitgefühl.

In der Opferhaltung zu bleiben schützt.
Sie nimmt Verantwortung.
Sie erspart Enttäuschung.

Und gleichzeitig nimmt sie jede Möglichkeit auf Veränderung.

Ein Versuch wäre möglich.
Ein kleiner Schritt.
Ein Strohhalm.

Was mich wirklich nicht loslässt

Es zerreißt mir das Herz zu lesen, dass Menschen – oft sehr junge – den Weg gegen das Leben wählen, weil sie keinen Ausweg mehr sehen.

Und gleichzeitig zu erleben, dass andere wiederum angebotene Wege nicht einmal anschauen können, weil die Hoffnung zu weh tut.

Das halte ich manchmal wirklich kaum aus. Weil eine Verbesserung so nah ist.

Ich mische mich ein. Und ja – das ist Absicht.

Natürlich ist jeder für sich selbst verantwortlich.
Das respektiere ich.

Und trotzdem werde ich nicht still.
Ich werde weiter sagen:

• Es gibt Möglichkeiten.
• Es gibt Wege.
• Es gibt Hoffnung – auch wenn sie sich leise anfühlt.

Als Mensch.
Als Betroffene.
Als Mentaltrainerin.

Ich kann keine Heilung versprechen.
Aber ich kann Strohhalme anbieten.

Ob du zugreifst, entscheidest du.

Dein Körper ist nicht dein Feind

Und noch etwas, das mir wichtig ist:
Ich glaube nicht, dass der Körper sich gegen uns wendet.

Ich glaube:
• dass er Signale sendet
• dass er schützen will
• dass er oft mehr weiß, als wir ihm zutrauen

Die Medizin ist weit.
Aber sie ist nicht am Ende.
Da ist einfach noch so viel Luft nach oben – was wir heute noch nicht wissen.

Meine leise, hartnäckige Hoffnung

Ich wünsche mir eine Welt, in der Menschen sich nicht gegen sich entscheiden müssen, weil sie keine Hoffnung mehr sehen.

Nicht aus Druck.
Nicht aus Schuld.

Sondern weil Hoffnung wieder greifbar wird.

Vielleicht unbequem.
Vielleicht fordernd.
Aber lebendig.

Und vielleicht ist genau das meine Rebellion.

Liebe.
Hoffnung.
Und das Aufstehen – trotz Angst.

Was ich dir anbieten kann

Wege finden – die du für dich testen und gehen kannst.
Und dich dabei begleiten, damit du durchhältst – neu ausrichten und verbessern kannst.

Ich kann dir meine Erfahrung und meine Fachkenntnisse als Mentaltrainerin geben.
Und das mache ich gerne