Scannerpersönlichkeit? Was soll das denn sein...

 

Kennst du schon die unterschiedlichen Begriffe für eine Scannerpersönlichkeit? Und ist dir bewusst, welche oft gemeinen Dinge diesen so spannenden Persönlichkeiten nachgesagt werden?
Vielleicht hast du es in meinem anderen Artikel gelesen, was ich über Schubladendenken halte. Darum ist es mir einmal mehr wichtig, mit Vorurteilen aufzuräumen und möglicherweise sogar dir einige Erkenntnisse deiner besonderen Charaktereigenschaft zu geben.

Wie viele Begriffe ist auch die Scannerpersönlichkeit (bzw. Scanner Persönlichkeit) von einer Person etabliert worden – und zwar von der amerikanischen Autorin Barbara Sher. Zum Glück hat diese wundervolle Frau begonnen, diese Eigenschaft bekannt zu machen. Das war so wichtig, denn mir – wie vielen anderen auch – hat die eigene Erkenntnis umheimlich geholfen.
Wie oft wurde ich verurteilt, wie oft wurde ich falsch dargestellt, nicht verstanden und heruntergestuft. All das hat mich so in Selbstzweifel gebracht, dass ich erkrankt bin. Aber das ist eine andere Geschichte und die wird einen Platz in meinen Büchern bekommen.

Falls du dich wunderst, nur kurz zur Erklärung: Ich schreibe schon immer das Wort Scannerpersönlichkeit zusammen, weil es für mich ein zusammengehöriges, aussagekräftiges Wort ist. Häufiger findest du die Schreibweise Scanner Persönlichkeit, also getrennt geschrieben. Für mich stellt diese Art allerdings wieder eine Differenzierung dar und das gefällt mir nicht. Also, ja ich bin Scanner – aber eben ganz normal – eine Scannerpersönlichkeit.

Sicher hast du schon einige der folgenden Begriffe gehört, wie Scannerpersönlichkeiten auch genannt werden:

– Vielbegabte
– Tausendsassa
– Multitalente
– Generalisten
– Multipassionierte
– Multihelden
– Universalgenie
– Hans Dampf in allen Gassen
– Vielinteressierte

…um nur ein paar zu nennen.

Jetzt zu den, wie ich finde, gemeinen Eigenschaften welche den Scannerpersönlichkeiten nachgesagt werden. Dazu möchte ich direkt anmerken, dass diese Eindrücke nur durch eine oberflächliche Sichtweise entstehen und nicht, weil diese Menschen wirklich so sind.

Es wird gemeint, Scannerpersönlichkeiten sind:

– wankelmütig
– unaufmerksam
– flatterhaft
– haben kein Durchhaltevermögen
– sprunghaft
– unbeständig

…so, ich denke es reicht an Negativität. Denn diese Einschätzung ist wirklich verkehrt und unter diesen “Vorwürfen” kann ein ziemlicher Leidensdruck entstehen.

Darum möchte ich jetzt noch einmal kurz auf die wesentlichen Merkemale einer Scannerpersönlichkeit eingehen:

– lernen schnell Neues
– vielseitg interessiert
– probieren gern Neues aus
– kreativ

Naja und dann kannst du dir vielleicht vorstellen, dass durch diese Eigenschaften relativ schnell Vorurteile entstehen. Allerdings kann es dir als Scannerpersönlichkeit auch schnell passieren, dass du dich durch starre Strukturen eingeschränkt fühlst. Oder dass du den Beruf häufiger wechselst, weil dir einfach zu schnell langweilig wird. Durch die unzähligen Gedanken wirkt es teilweise auch, dass du abewesend bist, oder dich in deinen Projekten verzettelst.

Also wie oft gesagt: es ist ein Fluch und ein Segen zugleich…allerdings sehe ich es mehr als Segen – jedenfalls wenn die Charaktereigenschaft bekannt ist und daraus so unendlich tolle Dinge entstehen! Denn eine ausgeprägte Neugier, hohe Intelligenz und die zahlreichen Ideen sollten definitiv auf die Strasse gebracht werden!

Da auch eine Hochbegabung existieren kann, macht es diese Art Mensch noch einmal interessanter und ihr Verhalten viel verständlicher.

Zu weiteren Merkmalen und den “Unterkategorien” einer Scannerpersönlichkeit möchte ich aber gerne an einer anderen Stelle kommen.

Jetzt wünsche ich dir viel Freude bei der Selbstreflextion und Entdeckung deiner Gaben!

Mit Liebe
Merle