Warum die Trennung von einem Narzissten so schwer ist


Wenn du dich in einer toxischen Beziehung mit einem negativen Narzissten befindest, dass wirst du mit der Zeit in eine (emotionale) Abhängikeit geraten sein.
Das fällt dir wahrscheinlich garnicht so bewusst auf, sonder erst so richtig, wenn es um die Trennung von von solch einer Person geht. Dann nämlich kann es passieren, dass du Begleiterscheinungen wahrnimmst, die einem kalten Drogenentzug ähneln.

Menschen, die (zum Glück) soetwas noch nie erlebt haben, können dies verständlicherweise schlecht bis garnicht nachvollziehen. Darum entsteht leider auch häufig ein Unverständnis gegenüber den Betroffenen, wenn der Versuche einer Trennung beim ersten Mal scheitert.
Auch ein Rückfall ist keine Seltenheit – leider.
Teilweise braucht es dann ein paar Anläufe, bis es endlich klappt.

Wenn du dann den Absprung geschafft hast fühlt es sich allerdings nicht so an, wie bei einer Lösung aus einer “normalen” Beziehung. 
Bei solch einer tut es natürlich auch weh, manchmal sogar ziemlich doll – klar.  Doch dabei ist (hoffentlich) ein respektvoller Umgang möglich und so oder so kann danach jeder seinen Weg gehen und das eigene Leben frei gestalten.
Solch ein Umgang ist bei der Trennung von einem Narzissten allerdings nicht zu erwarten. Neben Beleidigungen und Drohungen kommt oft emotionale Erpressung dazu – bis hin zu Stalking und anderen unschönen Dingen. Die Bandbreite ist groß, allerdings auch sehr ähnlich.

Hinzu kommt, dass ein normaler Liebeskummer nicht mit den Entzugserscheinungen zu vergleichen ist, die bei einer Trennung in emotionaler Abhängikeit auftreten können.
Mit der Trennung aus dieser toxischen Verbindung wird in Körper und Seele ein regelrechter Entgiftungsprozess gestartet, da die gewohnte narzisstische Zufuhr fehlt.
Es mag unwahrscheinlich klingen, doch kann sich ein Mensch auch an die Negativität so sehr gewöhnen, dass es dann fehlt.
Vielleicht kann ich es dir so erklären:

Wenn du in einer narzisstischen, giftigen Beziehung bist, dann lebst du nicht entspannt. Dein Körper befindet sich in permanenter Alarmbereitschaft und du bewegst dich quasi wie auf Eisschollen.
Das Verhexte: Du kannst noch so sehr aufpassen und dich noch so sehr bemühen – Ärger ist trotzdem vorprogrammiert. Du bist also ständig in Lauerstellung vor dem nächsten Angrriff und dieser muss nicht nur verbaler Natur sein.

Und genau das macht die Trennung so schwer, denn:
Dadurch fährt dein Körper automatisch eine extrem hormonelle Achterbahn. Dabei werden die Stresshormone Cortisol und Adrenalin ausgeschüttet, was auf Dauer in diesem Ausmaß nicht gesund ist.
Aufgrund der toxischen Zufuhr unter negativem Narzissmus bist du nun ständig angespannt und dein Körper versucht damit irgendwie zurecht zu kommen. Gut geht es dir in diesem Zustand zwar nicht, aber Vieles läuft ganz Unbewusst ab und unser Körper kann in einen Überlebensmodus gehen – quasi Autopilot. So sind wir nunmal konzipiert als Mensch.

Wenn nun von jetzt auf gleich diese gewohnte Zufuhr beendet wird durch eine Trennung (und den notwendigen Kontaktabbruch) sieht dein Körper erstmal rot. Das Gift fehlt und es entsteht eine Art Entzug.
Denn weißt du, was du durch die toxische Lebensweise verlernt hast? Entspannung und das Gefühl von Sicherheit.

Darum ist es so enorm wichtig, die Belastung durch eine Trennung durchzuhalten und wenn möglich auch jeglichen Kontakt zu beenden.
Warum das so schwer ist und mit welchen Mitteln um deine Aufmerksamkeit dann gerungen wird, ist wieder ein anderes Thema.

Wichtig ist: durchhalten!!

Wenn du die schlimmsten Entzugserscheinungen überstanden hast, erinnert sich dein inneres System wieder an Entspannung & Co und es wird dir Stück für Stück wieder besser gehen.